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TV Bericht vom 11.11.2002
TV Foto: Willi
Speicher
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Regenbogentor
für Deulux-Läufer
1856 Teilnehmer:
Neuer Rekord beim Bit-Cup-Finale in Langsur - Kenianer siegen dank
offener Schuhe
Von TV Mitarbeiter
HOLGER TEUSCH
LANGSUR.
Ein Anfängerfehler in Form eines offenen Schnürsenkels hat Stefan Groß
den Sieg beim Deulux-Lauf gekostet. Die Kenianer Sally Kibet und Edwart
Kibet Mutai siegten beim mit 1856 Teilnehmern besetzten Laufspektakel an
der Sauer.
Die Fische in der
Sardinenbüchse haben es bequemer: Sie können liegen. Stehend mussten
die Läufer beim elften Deulux-Lauf am Samstag auf den Start warten und
konnten sich, zumindest in der Nähe der Startlinie, kaum bewegen.
Dafür gab es während der letzten Minuten, bevor 1485 Läufer auf ihre
zehn Kilometer lange Reise geschickt wurden (zuvor waren bereits 371
Kinder und Jugendliche 230 oder 1470 Meter gelaufen), eine Erscheinung
zu bewundern, in deren Genuss Fische nie kommen. "Das war ganz
schön teuer für uns", flachste Georg Schmeltzle von der LG
Langsur über den Regenbogen, der sich wie ein großes, buntes Tor über
die Strecke spannte. Einen Regenbogen könnte die LG Langsur als
Markenzeichen für das Bit-Cup-Finale nehmen. Der Deulux-Lauf sprengt
seit 1992 mit seiner Strecke durch Deutschland und Luxemburg die von
Menschen geschaffenen Grenzen. Die luftige Brücke verband exakt zur
Startzeit Deutschland und Luxemburg und strahlte Harmonie aus.
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während des
Rennens Harmonie zwischen den Sieganwärtern nichts zu suchen hatte, ist
klar. Und so wartete niemand auf Stefan Groß, als der Marathon-DM-Fünfte
nach einem Kilometer am Straßenrand stand und seine Schuhe band.
"Das
Hinterherlaufen war ganz schön hart;, meinte der 28-Jährige nach dem
Rennen. Die Aufholjagd kostete vor allem mental viel Kraft, so dass Groß;
am Ende nicht mehr richtig um den Sieg mitspurtete, als es 300 Meter vor
dem Ziel wieder über die Grenzbrücke von Luxemburg nach Deutschland
ging. Der Verfahrenstechnikstudent freute sich dennoch genauso über
seinen dritten Platz, wie der Kenianer Edwart Kibet Mutai über den Sieg
in 30:24 Minuten. Zwei Sekunden trennten Mutai und Groß;. Dazwischen
lag mit Wilson Kipkoskei Chemweno (Kenia) der erfolgreiche
Bit-Cup-Verteidiger.
Schnellster
Teilnehmer aus dem Bezirk Trier war als Fünfter in 32:47 Minuten Marc
Kowalinski. Bei den Frauen verpasste Sally Kibet in 35:01 Minuten als
Siegerin knapp den Sprung unter die 35-Minuten-Marke. Am Ende konnte die
23-jährige Kenianerin nicht mehr mit den Männern mithalten, mit denen
sie neun Kilometer lang gelaufen war. "Toll, dass es jetzt mit dem
Saarlandrekord geklappt hat" freute sich die in 35:39 Minuten
Zweitplatzierte Michaela Schedler über einen Landesrekord. Vor einem
Jahr wurde die Zeit der deutschen Junioren-Vizemeisterin im Crosslauf
nicht anerkannt. Diesmal versicherten die Organisatoren, dass das
Vermessungsprotokoll wasserdicht ist. Zwei Sekunden hinter der
Drittplatzierten Birgit Rau belegte Heidi Schneider als schnellste
Bezirksläuferin in 37:12 Minuten den vierten Platz. Bis in den
Sonntagmorgen feierten die Volksläufer in Langsur den Saisonabschluss.
Nach der Siegerehrung schwor sich Stefan Groß nie wieder einen Anfängerfehler
wie an diesem 9. November zu machen und nur noch mit Doppelknoten zu
laufen. Vor allem beim zwölften Deulux-Lauf im nächsten Jahr, denn
hier wolle er unbedingt auch einmal als allererster über die Ziellinie
rennen: "Dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes."
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